• Die VETCBD Familie

Die Geschichte von Hanf und CBD

CBD (Cannabidiol) ist ein Bestandteil der Hanfpflanze und wird erst seit einigen Jahrzehnten genauer untersucht. Wer die heutige Situation von CBD verstehen will, muss die Anfänge von Hanf, auch Cannabis genannt, berücksichtigen: Fast alle Kulturen verwendeten die Hanfpflanze über Jahrhunderte hinweg auf vielfältige Art und Weise. Verteufelt wurde sie erst Mitte des 20. Jahrhunderts. Die Folge: Hanf gilt seither weltweit als illegal. Den positiven medizinischen Nutzen der verbotenen Pflanze wollte man nicht mehr sehen.

Eine lange Tradition

Die einzelnen Bestandteile von Cannabis wurden erst im 20. Jahrhundert isoliert betrachtet und genauer analysiert. Bis dahin hatte die Pflanze als Ganzes sowohl medizinischen als auch praktischen Nutzen: Aus Hanf wurden Kleider genäht, es diente als Nahrungsmittel und half als medizinische Pflanze bei der Behandlung verschiedener Krankheiten. Die Verwendung von Cannabis für medizinische Zwecke hat somit lange Tradition.

Vor 10.000 Jahren in Asien: Die Anfänge von Hanf

Die erste Dokumentation über die Verwendung von Cannabis stammt aus dem alten China, genauer gesagt aus Taiwan. Vor etwa 10.000 Jahren benutzte man die Samen hauptsächlich als Nahrung oder um Fasern für Kleider und Stoffe herzustellen. Erst in der Zeit von 2.800 v. Chr. bis 300 v. Chr. wurde erstmals die medizinische Verwendung von Hanf beschrieben. Dabei stand vor allem die Behandlung von Malaria und Rheuma im Mittelpunkt. Insgesamt wurde die Pflanze bei rund 120 verschiedenen Krankheiten eingesetzt: Die Wurzeln halfen bei der Behandlung von Blutgerinnseln, die geriebenen Samen unterstützen die Wundheilung, stoppten Haarausfall, halfen bei Verstopfung und vielem mehr. Cannabis ist eines der 50 grundlegenden Kräuter in der traditionellen chinesischen Medizin.

Hanf als Heilmittel breitet sich aus

Im Ägypten der Antike wurde Cannabis unter anderem als Schmerzmittel eingesetzt. Berichte deuten daraufhin, dass Cannabis auch in Indien bereits vor 2.400 Jahren gegen Epilepsie und Schmerzen im medizinischen Einsatz war. Von etwa 800 bis 1800 n. Chr. verwendeten Ärzte im mittelalterlichen Nahen Osten Hanf wegen seiner antiepileptischen, entzündungshemmenden und schmerzlindernden Eigenschaften. Die Kreuzzüge brachten Cannabis im 11. Jahrhundert in die westliche Welt. In der Klostermedizin half die Pflanze bei rheumatischen oder bronchialen Beschwerden. Vom Mittelalter bis in die Neuzeit linderten Hanfprodukte Wehenkrämpfe und Schmerzen nach der Geburt. Die Medizin blieb nicht das einzige Anwendungsgebiet: Die robusten Fasern der Pflanze dienten als Material für Schiffsseile und Segel. Aus Hanf stellte man auch Papier her. Die erste Gutenberg-Bibel wurde auf Hanf gedruckt.

Immer weniger Hanf in der Medizin

Gegen Ende des 19. Jahrhunderts flaute der Trend zur Hanfmedizin langsam ab: Immer mehr synthetische Medikamente und Opiate kamen zum Einsatz. Diese konnten viel genauer dosiert werden als Hanf. Dann kam die Erfindung der Spritze: Durch sie wirkten Medikamente sofort. Cannabis konnte auf diese Weise nicht verabreicht werden.

In der Industrie war Hanf nach wie vor beliebt: Um 1916 lobte das US-Landwirtschaftsministerium die Pflanze, weil es in der Papierherstellung so nützlich war. Trotzdem wurde der Handel mit Hanf bereits in den Anfangsjahren des 20. Jahrhunderts reguliert: Das Geschäft mit Cannabis fiel unter den “Pure Food and Drug Act” – zum Schutz der Konsumenten musste Hanf auf den Verpackungen ausgewiesen werden. Hanf wurde nur mehr mit ärztlichem Rezept in Apotheken verkauft.

Das schlechte Image von Hanf

Bald darauf entwickelte sich eine starke Lobby gegen die Hanfpflanze. Der Grund könnten wirtschaftliche Interessen gewesen sein: In der Papierindustrie spielte bald Holz die Hauptrolle als Rohstoff. Ähnlich gewann in der Bekleidungsbranche die Baumwolle an Einfluss. Auch in der Pharmazie sollten neue Medikamente aus anderen Stoffen auf den Markt kommen. Von einem Hanfverbot hätten alle drei Gruppen profitiert. Dies sind wohlgemerkt Annahmen, für die es keine eindeutigen Beweise gibt.

USA: Cannabis wird kriminalisiert

In den 1930er Jahren startete eine öffentliche Kampagne gegen Cannabis: Harry J. Anslinger, der damalige Vorsitzende des “Federal Bureau of Narcotics”, präsentierte Cannabis unter dem Namen “Marihuana” als eine sehr gefährliche Droge. Nach dem zweiten Weltkrieg war Anslinger Teil der “Single Convention on Narcotic Drugs”. Ein Abkommen, das Cannabis 1961 zu einer der gefährlichsten Drogen der Menschheit erklärte. Unter seiner Führung wurde behauptet, dass Hanf keinerlei therapeutischen Nutzen hätte, und das obwohl die Pflanze seit Jahrhunderten von verschiedenen Kulturen auf der ganzen Welt eingesetzt worden war.

Erste Experimente im Labor

Die Inhaltsstoffe der Hanfpflanze wurden erstmals in den 1940er und 1950ern therapeutisch untersucht. Für diese Experimente isolierten Forscher Stoffe wie THC, CBN, und CBD aus der Cannabispflanze. Schon damals war klar: CBD verändert das menschliche Bewusstsein in keinster Weise. 1963 untersuchte Raphael Mechoulam Cannabidiol (CBD) zum ersten Mal näher im Labor. 1965 wurde CBD erstmals synthetisiert. Mitte der 1960er und Anfang der 1970er interessierten sich Forscher immer mehr für Cannabinoide – kein Wunder: Während der Zeit der Studentenbewegungen konsumierten viele junge Menschen Cannabis. Die Forscher interessierten sich nun vor allem für die psychoaktiven Eigenschaften von Cannabis, ausgelöst durch den Inhaltsstoff THC. Das therapeutische Potenzial der Pflanze rückte vorerst in den Hintergrund. Erst mit der Entdeckung des Endocannabinoid-Systems beleuchteten Wissenschaftler diesen Aspekt wieder genauer.

Entdeckung des Endocannabinoid- Systems

In den 80er Jahren entdeckten Forscher das Endocannabinoid-System sowie die Cannabinoid-Rezeptoren CB-1 und CB-2. Sie wollten wissen: Welche Einflüsse haben diese Rezeptoren? Und wie wirken Cannabinoide wie THC oder CBD auf diese Rezeptoren?

Die therapeutische Wirkungsweise von Cannabis wurde bereits in den 70er Jahren untersucht. Das Ergebnis war die Zulassung von Dronabinol in den 80ern, ein synthetisch hergestelltes THC. Das Arzneimittel half Krebspatienten, die nach der Chemotherapie unter Übelkeit und Schwindel litten. Es stimulierte auch das Hungerfühl bei AIDS-Patienten.

Comeback: Das Interesse am therapeutischen Nutzen von Hanf wächst wieder!

Immer mehr Menschen interessieren sich für die Wirkungsweise von CBD, gerade weil dieser Stoff nicht die psychoaktiven Nebenwirkungen von THC aufweist.

Seit den 1990er Jahren wurde Hanf in der europäischen Union wieder reguliert zugelassen. Der angebaute Hanf darf nicht mehr als 0,2% THC beinhalten. Je nach Weiterverwendung zu bestimmten Produkten bestehen klare Regeln und Richtlinien.1996 hatte Kalifornien als erster US-Bundesstaat begonnen, Cannabis für medizinische Zwecke wieder zu legalisieren.

Die kommenden Jahre werden sicherlich weitere Erkenntnisse zum therapeutischen Nutzen von Hanf und CBD aufzeigen. Zudem scheint sich die Rechtslage in Amerika und Europa langsam zu lockern. Das gibt der Wissenschaft mehr Spielraum, um genauer und intensiver in diesem Bereich zu forschen.

Was genau ist CBD?

“CBD” ist die Abkürzung für Cannabidiol, einem wirkungsvollen pflanzlichen Stoff, der natürlich in der Hanfpflanze enthalten ist. CBD kommt nach THC am häufigsten in der Hanfpflanze vor.

Aber: Im Gegensatz zu THC verändert CBD das Bewusstsein nicht. Daher ist CBD in der EU vollkommen legal. Cannabidiol kann körperlich wohltuend wirken und könnte eine schmerzlindernde Wirkung haben. Viele Tierärzte berichten über eine Besserung verschiedenster Beschwerden.

Wie spricht CBD den Körper an?

CBD ist eines von mehr als 120 Cannabinoiden, die in der Hanfpflanze vorkommen. Cannabinoide wie CBD docken im Tierkörper an sogenannten “Cannabinoid-Rezeptoren” an. Die beiden wichtigsten Rezeptoren sind dabei der CB-1 und der CB-2-Rezeptor.

Alle diese Rezeptoren sind im Körper verteilt. Zusammen formen sie das “Endocannabinoid-System”. Dieses System beeinflusst wichtige körperliche Prozesse wie etwa Stimmung und Schlaf, es stärkt das Immunsystem, regelt das Schmerzempfinden und noch Vieles mehr.

Wie wirkt CBD?

“Phytocannabinoide” werden aus Pflanzen wie Hanf gewonnen. “Endocannabinoide” produziert der Körper selbst.
Obwohl Wissenschaftler die Effekte der Hanfpflanze bereits seit den 60er-Jahren erforschten, verstanden sie die Wirkungen von Hanf im Körper erst 1988: Sie entdeckten das Endocannabinoid-System und begriffen, dass dieses System beinahe alle wichtigen Funktionen im Körper reguliert. So rückte in den vergangenen Jahren eine Frage immer mehr ins Zentrum der wissenschaftlichen Aufmerksamkeit: Wie genau beeinflussen Cannabinoide wie CBD diese Prozesse im Körper?

Wissenschaftler gehen davon aus, dass das Endocannabinoid-System die körpereigene Homöostase steuert, also die Selbstregulierung des Körpers. Diese Selbstregulierung sorgt für das Gleichgewicht wichtiger Lebensfunktionen. Bei chronisch Kranken liegt scheinbar eine Über- oder Unterfunktion des Endocannabinoid-Systems vor. Die Balance des Endocannabinoid-Systems ist für die tierische Gesundheit sehr wichtig.

Was beeinflussT CB-1 Rezeptoren?

CB-1-Rezeptoren befinden sich primär im Gehirn und an den Nervenzellen des Körpers. CBD-2-Rezeptoren sind hauptsächlich an den Immunzellen zu finden. Über den CB-1 Rezeptor werden viele Prozesse beeinflusst: Unter anderem können Schmerzen gehemmt, der Appetit gesteuert, Angst gemindert, die Körpertemperatur oder auch das Suchtverhalten geregelt werden. Stoffe, welche die Wirkung des CB-1-Rezeptors senken sind sogenannte Antagonisten: Sie helfen bei Übergewicht und verbessern die Risikofaktoren für Herz-Kreislauf- oder Stoffwechselerkrankungen. Auch für andere therapeutische Bereiche sind CB-1-Antagonisten von Interesse, wie zum Beispiel für Nikotinabhängige, Alkoholkranke und Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen. Der Stoff CBD soll genau solche antagonistischen Eigenschaften besitzen.

Was genau sind CB-2 Rezeptoren?

CB-2 Rezeptoren spielen eine wichtige Rolle im menschlichen und tierischen Immunsystem. Sie regulieren die Immunfunktion, haben Einfluss auf Entzündungen und die Signalgebung von Zellen. Sie sind überwiegend auf Immunzellen im Körper angesiedelt, zum Beispiel im Gewebe der Milz, der Mandeln und des Thymus. CB-2 Rezeptoren befinden sich auch im Magen-Darm-Trakt und in Teilen des Gehirns. Diese CB-2 Rezeptoren sind unter anderem zuständig für die Regulation von Zytokinen. Zytokine spielen eine wichtige Rolle in der Signalgebung unseres Immunsystems. CBD interagiert mit diesen Rezeptoren und soll so einen signifikanten Einfluss auf verschiedene Eigen- schaften des Immunsystems haben.

Veränderungen des Endocannabinoid-Systems oder der CB-2-Rezeptor-Entsprechung stehen mit fast allen bestehenden Krankheitsbildern in Verbindung: Von Herz-Kreislauf-, Magen-, Nerven- oder Autoimmunerkrankungen, bis hin zu Krebs und anderen Leiden. Aufgrund dieser entscheidenden Rolle werden CB-2 Agonisten bedeutende therapeutische Potenziale eingeräumt. Das Interesse an CBD für eine positive Aktivierung der CB-2-Rezeptoren ist daher groß.

Welche anderen Mechanismen des Körpers werden durch CBD angesprochen?

CBD spricht Cannabinoid-Rezeptoren anders an als THC und hat daher auch keine der ungewollten psychoaktiven Eigenschaften. Die Wirkung von CBD im Körper ist vielseitig und komplex.

Neben den Cannabinoid-Rezeptoren spricht Cannabidiol auch die folgenden Rezeptoren an:

Vanilloid-Rezeptoren: Regulieren das Schmerzempfinden. Adenosin-Rezeptoren: Bestimmen den Schlaf-Zyklus mit. Serotonin-Rezeptoren: Beeinflussen Stimmungen.

Vanilloid-Rezeptoren des Typs 1 und 2 sind auf Nervenzellen aufzufinden und haben einen direkten Einfluss auf unser Schmerzempfinden. Die Stimulierung dieser Rezeptoren durch CBD könnte erklären, woher die schmerzlindernden Eigenschaften von CBD kommen.

Adenosin-Rezeptoren bestimmen den Schlafrhythmus mit. Je mehr Adenosin im Körper ausgeschüttet und durch die Adenosin-Rezeptoren gebunden wird, desto stärker die Müdigkeit und das Verlangen nach Schlaf steigt. Koffein ist ein natürlicher Antagonist des Adenosin-Rezeptors. Das heißt: Koffein hält wach und bremst das Gefühl der Müdigkeit. CBD auf der anderen Seite wirkt als Agonist: Das bedeutet, dass der Stoff eine schlaffördernde Wirkung besitzt. Neben dieser Wirkung wird Adenosin-Rezeptoren ebenfalls eine bedeutende Rolle in unserem Zentralnervensystem und dem Immunsystem zugesagt.

Serotonin-Rezeptoren haben eine wichtige Rolle in der Regulierung der Stimmungen. Durch eine positive Beeinflussung können depressive Tendenzen aufgehoben werden. In diesem Zusammenhang ist anzunehmen, dass CBD antidepressive Eigenschaften aufweist, da es bestimmte Serotonin-Rezeptoren positiv stimuliert.

DER ENTOURAGE-EFFEKT: EINES DER GROSSEN GEHEIMNISSE DER CANNABISPFLANZE

Seitdem Mechoulam im Jahr 1964 THC isolierte, haben wir herausgefunden, dass die Cannabispflanze mehr als 480 natürliche Verbindungen enthält, darunter Cannabinoide (wie THC, CBD, CBN, CBG usw.) sowie verschiedene Terpene.

Terpene kann man im Gegensatz zu Cannabinoiden am besten als duftende Öle beschreiben, die von Cannabis und vielen anderen Pflanzen produziert werden. Abgesehen davon, dass sie den Pflanzen aromatische Eigenschaften verleihen, weisen diese Terpene auch medizinische Eigenschaften auf.

Verbindungen wie Pinen und Caryophyllen wurden zum Beispiel als leistungsstarke entzündungshemmende Mittel eingestuft und helfen Muskelkrämpfe, Schlaflosigkeit und weitere Beschwerden zu bekämpfen. Diese Nutzen sind vermutlich sogar noch stärker, wenn die Terpene gemeinsam mit Cannabinoiden eingenommen werden.

Heutzutage konzentriert sich der Großteil der Cannabisforschung jeweils auf die Untersuchung eines einzelnen Cannabinoids (entweder natürlich oder künstlich) in Isolation. Obwohl dies wichtig ist, um die Eigenschaften jeder einzelnen Verbindung besser zu verstehen, erzählt das vollständige Bild immer noch eine noch überzeugendere Geschichte. Aus diesem Grund dürfte die Zukunft des medizinischen Cannabis in der Ganzpflanzenmedizin liegen.

Durch die Einnahme von CBD, wird eine einzigartige Mischung aller in der Pflanze enthaltenen Wirkstoffe aufgenommen, die aus wesentlich mehr bestehen, als nur CBD. Daher ist das Verständnis des Entourage-Effekts von großer Bedeutung, um die Möglichkeiten der Ganzpflanzentherapie vollständig erfassen zu können. Dabei wird auch deutlich, warum synthetische Medikamente nicht die gleiche Linderung erzielen, wie normales CBD.

Der Ansatz, bestimmte nützliche Verbindungen aus der Cannabispflanze zu extrahieren und sie in einer konzentrierten Medizin anzubieten, erscheint zunächst einmal vernünftig. Die Wissenschaft hinter dem Entourage-Effekt macht jedoch deutlich, dass ganzheitliche Ansätze stimmiger sind. Um einen anschaulichen Vergleich zu verwenden, entspricht das Verhältnis der Ganzpflanzenmedizin zur synthetischen Alternative in etwa dem Verhältnis von frischem Obst und Gemüse zu Vitamintabletten. Letztere sind ganz einfach weniger effektiv.

Ist CBD sicher?

Die Einnahme von CBD ist für Mensch und Tier sehr gut verträglich. Es wurden sogar bei höheren Dosierungen keine bedenklichen Nebeneffekte festgestellt. Die Frage nach Sicherheit ist natürlich von höchster Bedeutung. Bisher haben sich mehrere Studien und viele Forscher mit dem Thema der CBD-Sicherheit beschäftigt. Die Ergebnisse sind ermutigend: CBD wird als sicher betrachtet. Es wird über mehrere Studien als unbedenklich eingestuft. So beschreibt der Wissenschaftler Mateus Machado Bergamaschi, dass “mehrere Studien darauf hindeuten, dass CBD nicht-toxisch ist […], keine Veränderung in der Nahrungsaufnahme hervorruft, […] keine physiologischen Parameter beeinflusst (Herzrate, Blutdruck und Körpertemperatur), keine Magen-Darm Effekte hat, und keine psychometrischen und psychologischen Funktionen beeinträchtigt.” In seinem wissenschaftlichen Artikel hatte der Forscher mehrere bestehende Studien überprüft und im Bezug auf die Sicherheit von CBD für den menschlichen Gebrauch gründlich geprüft. Das bedeutet: Wer CBD einnimmt, ist körperlich nicht eingeschränkt. Im Gegenteil: Er funktioniert optimal weiter.

Diese Schlussfolgerung wurde auch in weiteren Studien bestätigt, wie beispielsweise in der Studie von J.M. Cunha et al.: Er beobachtete, dass “alle Patienten und Freiwilligen CBD sehr gut toleriert haben und keine Zeichen von Toxizität oder ernste Nebeneffekte entdeckt wurden.”

Die Weltgesundheitsorganisation WHO zum Thema CBD:

Im Jahr 2017 publizierte die WHO einen Bericht zum Thema CBD und die Sicherheit dieses Cannabinoids.

Hier der offizielle Auszug der WHO Quelle: http://www.who.int/features/qa/cannabidiol/en/):

„It has been widely reported that WHO officially recommended on December 14, 2017 that cannabis compound cannabidiol (CBD) not be internationally scheduled as a controlled substance.“

What is Cannabidiol and is it safe?

Cannabidiol is one of several (probably 200) compounds of the cannabis plant. At its November 2017 meeting, the WHO Expert Committee on Drug Dependence (ECDD) concluded that, in its pure state, cannabidiol does not appear to have abuse potential or cause harm. As such, as CBD is not currently a scheduled substance in its own right (only as a component of cannabis extracts), current information does not justify a change in this scheduling position and does not justify scheduling of the substance. However, where CBD is produced for pharmaceutical purposes as an extract of cannabis, cannabis
extracts and tinctures are included in the 1961 UN Single Convention on Narcotic Drugs. A fuller review of extracts or preparations containing almost exclusively CBD will take place in June 2018, when the WHO expert committee will undertake a comprehensive review of cannabis and cannabis related substances. Not scheduling a substance means that it is not subject to strict international controls, including for production and supply. Its legal status in countries is something for national legislators to decide. Some countries have eased regulations around cannabidiol, to consider products containing CBD to be medical products. These include Australia, Canada, Switzerland, the United Kingdom, and the United States of America.

What evidence is there that Cannabidiol has value for medical use?

WHO does not recommend cannabidiol for medical use. Initial evidence from animal and human studies (i.e. a controlled study in the New England Journal of Medicine and other reported individual cases) shows that its use could have some therapeutic value for seizures due to epilepsy and related conditions.

Some people have been using cannabidiol to calm spasms during epileptic fits. The New England Journal of Medicine also published a study lately saying there is some evidence it may be effective during epileptic seizures. This means it could have some medical use but more evidence is needed.“

Den detaillierten Bericht finden Sie unter: http://www.who.int/medicines/access/controlled-substances/52_CBD.pdf

Im Jahr 2018 will die WHO die gesamte Hanfpflanze neuerlich auf ihr therapeutisches Potenzial prüfen und sie neu kategorisieren. Die Ergebnisse dieser Prüfung werden bis Ende 2018 erwartet.

Die Geschichte von Hanf und CBD

CBD (Cannabidiol) ist ein Bestandteil der Hanfpflanze und wird erst seit einigen Jahrzehnten genauer untersucht. Wer die heutige Situation von CBD verstehen will, muss die Anfänge von Hanf, auch Cannabis genannt, berücksichtigen: Fast alle Kulturen verwendeten die Hanfpflanze über Jahrhunderte hinweg auf vielfältige Art und Weise. Verteufelt wurde sie erst Mitte des 20. Jahrhunderts. Die Folge: Hanf gilt seither weltweit als illegal. Den positiven medizinischen Nutzen der verbotenen Pflanze wollte man nicht mehr sehen.

Eine lange Tradition

Die einzelnen Bestandteile von Cannabis wurden erst im 20. Jahrhundert isoliert betrachtet und genauer analysiert. Bis dahin hatte die Pflanze als Ganzes sowohl medizinischen als auch praktischen Nutzen: Aus Hanf wurden Kleider genäht, es diente als Nahrungsmittel und half als medizinische Pflanze bei der Behandlung verschiedener Krankheiten. Die Verwendung von Cannabis für medizinische Zwecke hat somit lange Tradition.

Vor 10.000 Jahren in Asien: Die Anfänge von Hanf

Die erste Dokumentation über die Verwendung von Cannabis stammt aus dem alten China, genauer gesagt aus Taiwan. Vor etwa 10.000 Jahren benutzte man die Samen hauptsächlich als Nahrung oder um Fasern für Kleider und Stoffe herzustellen. Erst in der Zeit von 2.800 v. Chr. bis 300 v. Chr. wurde erstmals die medizinische Verwendung von Hanf beschrieben. Dabei stand vor allem die Behandlung von Malaria und Rheuma im Mittelpunkt. Insgesamt wurde die Pflanze bei rund 120 verschiedenen Krankheiten eingesetzt: Die Wurzeln halfen bei der Behandlung von Blutgerinnseln, die geriebenen Samen unterstützen die Wundheilung, stoppten Haarausfall, halfen bei Verstopfung und vielem mehr. Cannabis ist eines der 50 grundlegenden Kräuter in der traditionellen chinesischen Medizin.

Hanf als Heilmittel breitet sich aus

Im Ägypten der Antike wurde Cannabis unter anderem als Schmerzmittel eingesetzt. Berichte deuten daraufhin, dass Cannabis auch in Indien bereits vor 2.400 Jahren gegen Epilepsie und Schmerzen im medizinischen Einsatz war. Von etwa 800 bis 1800 n. Chr. verwendeten Ärzte im mittelalterlichen Nahen Osten Hanf wegen seiner antiepileptischen, entzündungshemmenden und schmerzlindernden Eigenschaften. Die Kreuzzüge brachten Cannabis im 11. Jahrhundert in die westliche Welt. In der Klostermedizin half die Pflanze bei rheumatischen oder bronchialen Beschwerden. Vom Mittelalter bis in die Neuzeit linderten Hanfprodukte Wehenkrämpfe und Schmerzen nach der Geburt. Die Medizin blieb nicht das einzige Anwendungsgebiet: Die robusten Fasern der Pflanze dienten als Material für Schiffsseile und Segel. Aus Hanf stellte man auch Papier her. Die erste Gutenberg-Bibel wurde auf Hanf gedruckt.

Immer weniger Hanf in der Medizin

Gegen Ende des 19. Jahrhunderts flaute der Trend zur Hanfmedizin langsam ab: Immer mehr synthetische Medikamente und Opiate kamen zum Einsatz. Diese konnten viel genauer dosiert werden als Hanf. Dann kam die Erfindung der Spritze: Durch sie wirkten Medikamente sofort. Cannabis konnte auf diese Weise nicht verabreicht werden.

In der Industrie war Hanf nach wie vor beliebt: Um 1916 lobte das US-Landwirtschaftsministerium die Pflanze, weil es in der Papierherstellung so nützlich war. Trotzdem wurde der Handel mit Hanf bereits in den Anfangsjahren des 20. Jahrhunderts reguliert: Das Geschäft mit Cannabis fiel unter den “Pure Food and Drug Act” – zum Schutz der Konsumenten musste Hanf auf den Verpackungen ausgewiesen werden. Hanf wurde nur mehr mit ärztlichem Rezept in Apotheken verkauft.

Das schlechte Image von Hanf

Bald darauf entwickelte sich eine starke Lobby gegen die Hanfpflanze. Der Grund könnten wirtschaftliche Interessen gewesen sein: In der Papierindustrie spielte bald Holz die Hauptrolle als Rohstoff. Ähnlich gewann in der Bekleidungsbranche die Baumwolle an Einfluss. Auch in der Pharmazie sollten neue Medikamente aus anderen Stoffen auf den Markt kommen. Von einem Hanfverbot hätten alle drei Gruppen profitiert. Dies sind wohlgemerkt Annahmen, für die es keine eindeutigen Beweise gibt.

USA: Cannabis wird kriminalisiert

In den 1930er Jahren startete eine öffentliche Kampagne gegen Cannabis: Harry J. Anslinger, der damalige Vorsitzende des “Federal Bureau of Narcotics”, präsentierte Cannabis unter dem Namen “Marihuana” als eine sehr gefährliche Droge. Nach dem zweiten Weltkrieg war Anslinger Teil der “Single Convention on Narcotic Drugs”. Ein Abkommen, das Cannabis 1961 zu einer der gefährlichsten Drogen der Menschheit erklärte. Unter seiner Führung wurde behauptet, dass Hanf keinerlei therapeutischen Nutzen hätte, und das obwohl die Pflanze seit Jahrhunderten von verschiedenen Kulturen auf der ganzen Welt eingesetzt worden war.

Erste Experimente im Labor

Die Inhaltsstoffe der Hanfpflanze wurden erstmals in den 1940er und 1950ern therapeutisch untersucht. Für diese Experimente isolierten Forscher Stoffe wie THC, CBN, und CBD aus der Cannabispflanze. Schon damals war klar: CBD verändert das menschliche Bewusstsein in keinster Weise. 1963 untersuchte Raphael Mechoulam Cannabidiol (CBD) zum ersten Mal näher im Labor. 1965 wurde CBD erstmals synthetisiert. Mitte der 1960er und Anfang der 1970er interessierten sich Forscher immer mehr für Cannabinoide – kein Wunder: Während der Zeit der Studentenbewegungen konsumierten viele junge Menschen Cannabis. Die Forscher interessierten sich nun vor allem für die psychoaktiven Eigenschaften von Cannabis, ausgelöst durch den Inhaltsstoff THC. Das therapeutische Potenzial der Pflanze rückte vorerst in den Hintergrund. Erst mit der Entdeckung des Endocannabinoid-Systems beleuchteten Wissenschaftler diesen Aspekt wieder genauer.

Entdeckung des Endocannabinoid- Systems

In den 80er Jahren entdeckten Forscher das Endocannabinoid-System sowie die Cannabinoid-Rezeptoren CB-1 und CB-2. Sie wollten wissen: Welche Einflüsse haben diese Rezeptoren? Und wie wirken Cannabinoide wie THC oder CBD auf diese Rezeptoren?

Die therapeutische Wirkungsweise von Cannabis wurde bereits in den 70er Jahren untersucht. Das Ergebnis war die Zulassung von Dronabinol in den 80ern, ein synthetisch hergestelltes THC. Das Arzneimittel half Krebspatienten, die nach der Chemotherapie unter Übelkeit und Schwindel litten. Es stimulierte auch das Hungerfühl bei AIDS-Patienten.

Comeback: Das Interesse am therapeutischen Nutzen von Hanf wächst wieder!

Immer mehr Menschen interessieren sich für die Wirkungsweise von CBD, gerade weil dieser Stoff nicht die psychoaktiven Nebenwirkungen von THC aufweist.

Seit den 1990er Jahren wurde Hanf in der europäischen Union wieder reguliert zugelassen. Der angebaute Hanf darf nicht mehr als 0,2% THC beinhalten. Je nach Weiterverwendung zu bestimmten Produkten bestehen klare Regeln und Richtlinien.1996 hatte Kalifornien als erster US-Bundesstaat begonnen, Cannabis für medizinische Zwecke wieder zu legalisieren.

Die kommenden Jahre werden sicherlich weitere Erkenntnisse zum therapeutischen Nutzen von Hanf und CBD aufzeigen. Zudem scheint sich die Rechtslage in Amerika und Europa langsam zu lockern. Das gibt der Wissenschaft mehr Spielraum, um genauer und intensiver in diesem Bereich zu forschen.

Was genau ist CBD?

“CBD” ist die Abkürzung für Cannabidiol, einem wirkungsvollen pflanzlichen Stoff, der natürlich in der Hanfpflanze enthalten ist. CBD kommt nach THC am häufigsten in der Hanfpflanze vor.

Aber: Im Gegensatz zu THC verändert CBD das Bewusstsein nicht. Daher ist CBD in der EU vollkommen legal. Cannabidiol kann körperlich wohltuend wirken und könnte eine schmerzlindernde Wirkung haben. Viele Tierärzte berichten über eine Besserung verschiedenster Beschwerden.

Wie spricht CBD den Körper an?

CBD ist eines von mehr als 120 Cannabinoiden, die in der Hanfpflanze vorkommen. Cannabinoide wie CBD docken im Tierkörper an sogenannten “Cannabinoid-Rezeptoren” an. Die beiden wichtigsten Rezeptoren sind dabei der CB-1 und der CB-2-Rezeptor.

Alle diese Rezeptoren sind im Körper verteilt. Zusammen formen sie das “Endocannabinoid-System”. Dieses System beeinflusst wichtige körperliche Prozesse wie etwa Stimmung und Schlaf, es stärkt das Immunsystem, regelt das Schmerzempfinden und noch Vieles mehr.

Wie wirkt CBD?

“Phytocannabinoide” werden aus Pflanzen wie Hanf gewonnen. “Endocannabinoide” produziert der Körper selbst.
Obwohl Wissenschaftler die Effekte der Hanfpflanze bereits seit den 60er-Jahren erforschten, verstanden sie die Wirkungen von Hanf im Körper erst 1988: Sie entdeckten das Endocannabinoid-System und begriffen, dass dieses System beinahe alle wichtigen Funktionen im Körper reguliert. So rückte in den vergangenen Jahren eine Frage immer mehr ins Zentrum der wissenschaftlichen Aufmerksamkeit: Wie genau beeinflussen Cannabinoide wie CBD diese Prozesse im Körper?

Wissenschaftler gehen davon aus, dass das Endocannabinoid-System die körpereigene Homöostase steuert, also die Selbstregulierung des Körpers. Diese Selbstregulierung sorgt für das Gleichgewicht wichtiger Lebensfunktionen. Bei chronisch Kranken liegt scheinbar eine Über- oder Unterfunktion des Endocannabinoid-Systems vor. Die Balance des Endocannabinoid-Systems ist für die tierische Gesundheit sehr wichtig.

Was beeinflussT CB-1 Rezeptoren?

CB-1-Rezeptoren befinden sich primär im Gehirn und an den Nervenzellen des Körpers. CBD-2-Rezeptoren sind hauptsächlich an den Immunzellen zu finden. Über den CB-1 Rezeptor werden viele Prozesse beeinflusst: Unter anderem können Schmerzen gehemmt, der Appetit gesteuert, Angst gemindert, die Körpertemperatur oder auch das Suchtverhalten geregelt werden. Stoffe, welche die Wirkung des CB-1-Rezeptors senken sind sogenannte Antagonisten: Sie helfen bei Übergewicht und verbessern die Risikofaktoren für Herz-Kreislauf- oder Stoffwechselerkrankungen. Auch für andere therapeutische Bereiche sind CB-1-Antagonisten von Interesse, wie zum Beispiel für Nikotinabhängige, Alkoholkranke und Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen. Der Stoff CBD soll genau solche antagonistischen Eigenschaften besitzen.

Was genau sind CB-2 Rezeptoren?

CB-2 Rezeptoren spielen eine wichtige Rolle im menschlichen und tierischen Immunsystem. Sie regulieren die Immunfunktion, haben Einfluss auf Entzündungen und die Signalgebung von Zellen. Sie sind überwiegend auf Immunzellen im Körper angesiedelt, zum Beispiel im Gewebe der Milz, der Mandeln und des Thymus. CB-2 Rezeptoren befinden sich auch im Magen-Darm-Trakt und in Teilen des Gehirns. Diese CB-2 Rezeptoren sind unter anderem zuständig für die Regulation von Zytokinen. Zytokine spielen eine wichtige Rolle in der Signalgebung unseres Immunsystems. CBD interagiert mit diesen Rezeptoren und soll so einen signifikanten Einfluss auf verschiedene Eigen- schaften des Immunsystems haben.

Veränderungen des Endocannabinoid-Systems oder der CB-2-Rezeptor-Entsprechung stehen mit fast allen bestehenden Krankheitsbildern in Verbindung: Von Herz-Kreislauf-, Magen-, Nerven- oder Autoimmunerkrankungen, bis hin zu Krebs und anderen Leiden. Aufgrund dieser entscheidenden Rolle werden CB-2 Agonisten bedeutende therapeutische Potenziale eingeräumt. Das Interesse an CBD für eine positive Aktivierung der CB-2-Rezeptoren ist daher groß.

Welche anderen Mechanismen des Körpers werden durch CBD angesprochen?

CBD spricht Cannabinoid-Rezeptoren anders an als THC und hat daher auch keine der ungewollten psychoaktiven Eigenschaften. Die Wirkung von CBD im Körper ist vielseitig und komplex.

Neben den Cannabinoid-Rezeptoren spricht Cannabidiol auch die folgenden Rezeptoren an:

Vanilloid-Rezeptoren: Regulieren das Schmerzempfinden. Adenosin-Rezeptoren: Bestimmen den Schlaf-Zyklus mit. Serotonin-Rezeptoren: Beeinflussen Stimmungen.

Vanilloid-Rezeptoren des Typs 1 und 2 sind auf Nervenzellen aufzufinden und haben einen direkten Einfluss auf unser Schmerzempfinden. Die Stimulierung dieser Rezeptoren durch CBD könnte erklären, woher die schmerzlindernden Eigenschaften von CBD kommen.

Adenosin-Rezeptoren bestimmen den Schlafrhythmus mit. Je mehr Adenosin im Körper ausgeschüttet und durch die Adenosin-Rezeptoren gebunden wird, desto stärker die Müdigkeit und das Verlangen nach Schlaf steigt. Koffein ist ein natürlicher Antagonist des Adenosin-Rezeptors. Das heißt: Koffein hält wach und bremst das Gefühl der Müdigkeit. CBD auf der anderen Seite wirkt als Agonist: Das bedeutet, dass der Stoff eine schlaffördernde Wirkung besitzt. Neben dieser Wirkung wird Adenosin-Rezeptoren ebenfalls eine bedeutende Rolle in unserem Zentralnervensystem und dem Immunsystem zugesagt.

Serotonin-Rezeptoren haben eine wichtige Rolle in der Regulierung der Stimmungen. Durch eine positive Beeinflussung können depressive Tendenzen aufgehoben werden. In diesem Zusammenhang ist anzunehmen, dass CBD antidepressive Eigenschaften aufweist, da es bestimmte Serotonin-Rezeptoren positiv stimuliert.

DER ENTOURAGE-EFFEKT: EINES DER GROSSEN GEHEIMNISSE DER CANNABISPFLANZE

Seitdem Mechoulam im Jahr 1964 THC isolierte, haben wir herausgefunden, dass die Cannabispflanze mehr als 480 natürliche Verbindungen enthält, darunter Cannabinoide (wie THC, CBD, CBN, CBG usw.) sowie verschiedene Terpene.

Terpene kann man im Gegensatz zu Cannabinoiden am besten als duftende Öle beschreiben, die von Cannabis und vielen anderen Pflanzen produziert werden. Abgesehen davon, dass sie den Pflanzen aromatische Eigenschaften verleihen, weisen diese Terpene auch medizinische Eigenschaften auf.

Verbindungen wie Pinen und Caryophyllen wurden zum Beispiel als leistungsstarke entzündungshemmende Mittel eingestuft und helfen Muskelkrämpfe, Schlaflosigkeit und weitere Beschwerden zu bekämpfen. Diese Nutzen sind vermutlich sogar noch stärker, wenn die Terpene gemeinsam mit Cannabinoiden eingenommen werden.

Heutzutage konzentriert sich der Großteil der Cannabisforschung jeweils auf die Untersuchung eines einzelnen Cannabinoids (entweder natürlich oder künstlich) in Isolation. Obwohl dies wichtig ist, um die Eigenschaften jeder einzelnen Verbindung besser zu verstehen, erzählt das vollständige Bild immer noch eine noch überzeugendere Geschichte. Aus diesem Grund dürfte die Zukunft des medizinischen Cannabis in der Ganzpflanzenmedizin liegen.

Durch die Einnahme von CBD, wird eine einzigartige Mischung aller in der Pflanze enthaltenen Wirkstoffe aufgenommen, die aus wesentlich mehr bestehen, als nur CBD. Daher ist das Verständnis des Entourage-Effekts von großer Bedeutung, um die Möglichkeiten der Ganzpflanzentherapie vollständig erfassen zu können. Dabei wird auch deutlich, warum synthetische Medikamente nicht die gleiche Linderung erzielen, wie normales CBD.

Der Ansatz, bestimmte nützliche Verbindungen aus der Cannabispflanze zu extrahieren und sie in einer konzentrierten Medizin anzubieten, erscheint zunächst einmal vernünftig. Die Wissenschaft hinter dem Entourage-Effekt macht jedoch deutlich, dass ganzheitliche Ansätze stimmiger sind. Um einen anschaulichen Vergleich zu verwenden, entspricht das Verhältnis der Ganzpflanzenmedizin zur synthetischen Alternative in etwa dem Verhältnis von frischem Obst und Gemüse zu Vitamintabletten. Letztere sind ganz einfach weniger effektiv.

Ist CBD sicher?

Die Einnahme von CBD ist für Mensch und Tier sehr gut verträglich. Es wurden sogar bei höheren Dosierungen keine bedenklichen Nebeneffekte festgestellt. Die Frage nach Sicherheit ist natürlich von höchster Bedeutung. Bisher haben sich mehrere Studien und viele Forscher mit dem Thema der CBD-Sicherheit beschäftigt. Die Ergebnisse sind ermutigend: CBD wird als sicher betrachtet. Es wird über mehrere Studien als unbedenklich eingestuft. So beschreibt der Wissenschaftler Mateus Machado Bergamaschi, dass “mehrere Studien darauf hindeuten, dass CBD nicht-toxisch ist […], keine Veränderung in der Nahrungsaufnahme hervorruft, […] keine physiologischen Parameter beeinflusst (Herzrate, Blutdruck und Körpertemperatur), keine Magen-Darm Effekte hat, und keine psychometrischen und psychologischen Funktionen beeinträchtigt.” In seinem wissenschaftlichen Artikel hatte der Forscher mehrere bestehende Studien überprüft und im Bezug auf die Sicherheit von CBD für den menschlichen Gebrauch gründlich geprüft. Das bedeutet: Wer CBD einnimmt, ist körperlich nicht eingeschränkt. Im Gegenteil: Er funktioniert optimal weiter.

Diese Schlussfolgerung wurde auch in weiteren Studien bestätigt, wie beispielsweise in der Studie von J.M. Cunha et al.: Er beobachtete, dass “alle Patienten und Freiwilligen CBD sehr gut toleriert haben und keine Zeichen von Toxizität oder ernste Nebeneffekte entdeckt wurden.”

Die Weltgesundheitsorganisation WHO zum Thema CBD:

Im Jahr 2017 publizierte die WHO einen Bericht zum Thema CBD und die Sicherheit dieses Cannabinoids.

Hier der offizielle Auszug der WHO Quelle: http://www.who.int/features/qa/cannabidiol/en/):

„It has been widely reported that WHO officially recommended on December 14, 2017 that cannabis compound cannabidiol (CBD) not be internationally scheduled as a controlled substance.“

What is Cannabidiol and is it safe?

Cannabidiol is one of several (probably 200) compounds of the cannabis plant. At its November 2017 meeting, the WHO Expert Committee on Drug Dependence (ECDD) concluded that, in its pure state, cannabidiol does not appear to have abuse potential or cause harm. As such, as CBD is not currently a scheduled substance in its own right (only as a component of cannabis extracts), current information does not justify a change in this scheduling position and does not justify scheduling of the substance. However, where CBD is produced for pharmaceutical purposes as an extract of cannabis, cannabis
extracts and tinctures are included in the 1961 UN Single Convention on Narcotic Drugs. A fuller review of extracts or preparations containing almost exclusively CBD will take place in June 2018, when the WHO expert committee will undertake a comprehensive review of cannabis and cannabis related substances. Not scheduling a substance means that it is not subject to strict international controls, including for production and supply. Its legal status in countries is something for national legislators to decide. Some countries have eased regulations around cannabidiol, to consider products containing CBD to be medical products. These include Australia, Canada, Switzerland, the United Kingdom, and the United States of America.

What evidence is there that Cannabidiol has value for medical use?

WHO does not recommend cannabidiol for medical use. Initial evidence from animal and human studies (i.e. a controlled study in the New England Journal of Medicine and other reported individual cases) shows that its use could have some therapeutic value for seizures due to epilepsy and related conditions.

Some people have been using cannabidiol to calm spasms during epileptic fits. The New England Journal of Medicine also published a study lately saying there is some evidence it may be effective during epileptic seizures. This means it could have some medical use but more evidence is needed.“

Den detaillierten Bericht finden Sie unter: http://www.who.int/medicines/access/controlled-substances/5.2_CBD.pdf
Im Jahr 2018 will die WHO die gesamte Hanfpflanze neuerlich auf ihr therapeutisches Potenzial prüfen und sie neu kategorisieren. Die Ergebnisse dieser Prüfung werden bis Mitte 2018 erwartet.

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